LAND-DATA Blog

Blockchain-Technologie

05. März 2018, Volker Meisterjahn -

All along the Blockchain – wie einschneidend wird die digitale Revolution unser Leben wirklich verändern?

Derzeit sind es noch Visionäre die sich darüber Geanken machen, wie verteilte Datenbankmanagementsysteme unser Leben und unsere Arbeitswelt in Zukunft beeinflussen werden. Was zunächst ziemlich abstrakt klingt bedeutet Datenaustausch in Echtzeit, bei dem alle Transaktionen transparent und für immer verfügbar festgehalten werden. Die Blockchain ist ein dezentral auf viele Computer verteiltes Protokoll für Datentransaktionen. Wie in einem Kassenbuch werden alle Transaktionen verschlüsselt und chronologisch eingetragen. Die aufeinander folgenden Blöcke werden als „Chain“ (Kette) bezeichnet. Ihre dezentrale Struktur macht die Blockchain sicher vor Hackerangriffen. Nur derjenige, der als Eigentümer Hoheit über seine Daten hat, kann mit seinem in der Blockchain hinterlegten „Schlüssel“ ähnlich wie mit einer TAN auf seine Daten zugreifen.

Autohersteller Porsche will die Blockchain-Technologie bis 2021 in seiner Fahrzeuge bringen und arbeitet dafür mit einem Berliner Start Up zusammen. Mit der Blockchain-Technologie sind ganz neue technische Lösungen denkbar, so könnte eine App in Zukunft den Autoschlüssel ersetzen,  Parktickets oder Mautgebühren über neue Bezahlsysteme, sogenannte „Smart Contracts“, beglichen werden. Auch beim Schutz der Schnittstellen zum Internet, einer der Schwachpunkte moderner Fahrzeuginfrastruktur, soll die Blockchain zukünftig zum Einsatz kommen. Wie Porsche arbeiten bereits zahlreiche Unternehmen an neuen Lösungen, damit werden die Auswirkungen der Digitalisierung schlagartig wesentlich schneller und komplexer spürbar sein, als bisher angenommen.

Auch in der Agrarwirtschaft, in der man sich permanent mit den hohen Anforderungen der Verbraucher hinsichtlich Nachhaltigkeit, Transparenz und mehr Nähe auseinandersetzt, werden sich die neuen Möglichkeiten des Informationsaustauschs massiv auf aktuell bestehende Geschäftsmodelle auswirken. Die Kette eines Lebensmittels vom Acker bis auf den Teller wird lückenlos nachvollziehbar sein. Während der Landwirt auf immer weniger Flächen immer effizienter arbeiten muss und bestrebt ist, immer höhere Erträge zu erzielen will der Verbraucher eine Landwirtschaft ohne Chemie und ohne Gentechnik. Konsumenten möchten möglichst genau nachvollziehen können, wie Tiere aufwachsen und gehalten werden und unter welchen Bedingungen Pflanzen angebaut und geerntet werden. Die Daten hierzu liegen auch heute schon zum großen Teil vor.


Digitale Revolution

23. November 2017, Volker Meisterjahn -

Erfolgreich in den Zeiten des digitalen Umbruchs

Unternehmensberater sehen wegen Digitalisierung und Elektromobilität den größten technologischen Umbruch in der Geschichte der Industrie. 

Mit diesem Thema hat sich auch der Digital-Experte Karl-Heinz Land von der Kölner Digitalberatung neuland auseinandergesetzt und seine Thesen in einem Buch mit dem Titel "Digitaler Darwinismus" niedergeschrieben: "Survival of the Fittest heißt, dass nicht die großen oder intelligenten Lebewesen überleben, sondern die, die sich am besten und schnellsten an die geänderten Umweltbedingungen anpassen. Wenn Technologie und Gesellschaft sich schneller verändern als Unternehmen in der Lage sind, sich daran anzupassen, kommt es wie in der Evolution zum Aussterben. Unternehmen, die also den Wandel hin zu einem Businessmodell schaffen, das konsequent vom Kundenbedürfnis (Customer Centricity) her gedacht ist, werden überleben. Die Unternehmen, denen es nicht gelingt, sich der Geschwindigkeit anzupassen, werden gnadenlos aussortiert," fasst der Autor im Interview mit salesforce.com zusammen.

Grund zum Nachdenken bietet auch eine Studie der Oxford University (The Future Of Employment: How Subsceptible are Jobs to Computerisation?, Carl Benedikt Frey/Michael A. Osborne) aus dem Jahr 2013, nach deren Einschätzung derzeit 47 Prozent der Beschäftigten der USA in Berufen arbeiten, die in den nächsten 10 bis 20 Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit (> 70 Prozent) automatisiert werden können und die Übertragung dieser Überlegungen auf den Industriestandort Deutschland.

Fieberhaft sucht man in den Konzernspitzen nach Antworten, was denn die Jobs und die Produkte der Zukunft sein könnten. Logistik, Wartung, Qualitätssicherung liegt in der Hand von Menschen, ein Großteil der Fertigung jedoch wird längst von Robotern übernommen. Zentrale Schlüsselfrage für Arbeitnehmer ist die Qualifizierung. Langfristig sind neue Strategien zur Wertschöpfung und innovative Kooperationen gefragt. Aus neuen Ideen sollen neue Jobs werden.

"Eine Million Jobs in der Autobranche stehen auf dem Spiel“ titelt beispielsweise die Süddeutsche Zeitung am 22. November 2017. Denn Elektrofahrzeuge liegen plötzlich stark im Trend und diese lassen sich mit deutlich weniger Personal fertigen als Benzin- und Diesel-Pkw. Die große Befürchtung der deutschen Autobauer: Das große Geld wird künftig von Internetkonzernen mit Mobilitätslösungen verdient. Autohersteller laufen Gefahr, längerfristig zu Zulieferern degradiert zu werden.  "Es wäre eine Illusion, die Digitalisierung aufhalten zu wollen. Es wäre aber auch eine Katastrophe, wenn wir uns von ihr überrollen lassen," sagt Audi-Betriebsratschef Peter Mosch gegenüber der SZ.

In einem Punkt sind sich aber alle einig: Digitalisierung hin oder her, bei Audi will man auch in Zukunft die prämierten Weißwürste aus der konzerneigenen Metzgerei verkaufen. Auch das ist ein Geschäftsmodell.

http://karl-heinz.land/digitaler-darwinismus-executive-summary.pdf

https://www.salesforce.com/de/blog/2015/02/digitaler-darwinismus-friss-oder-stirb-im-interview-mit-karl-heinz-land.html

https://www.oxfordmartin.ox.ac.uk/downloads/academic/The_Future_of_Employment.pdf

http://www.sueddeutsche.de/digital/doku-reihe-homo-digitalis-so-will-audi-verhindern-dass-roboter-den-menschen-die-jobs-wegnehmen-1.3757896


Digitalisierung ist Chefsache

19. September 2017, Volker Meisterjahn -

Vorbei die Zeiten, in denen der Glanz bekannter Marken Erfolg garantiert. Selbst global aufgestellte Marktführer verschwinden einfach vom Markt. Ihnen stehen Branchenneulinge als digitale Angreifer gegenüber, die langjährige Kundenbeziehungen quasi pulverisieren. 

Die Digitalisierung kann somit auch als hervorragende Gelegenheit betrachtet werden, etablierte Arbeitsprozesse und die eigene Wettbewerbsfähigkeit auf den Prüfstand zu stellen und sich eventueller Schwächen bewusst zu werden. Doch digitale Transformation wird ohne bereichsübergreifende Zusammenarbeit im gesamten Unternehmen nicht funktionieren und kann deshalb nicht allein Aufgabe der IT-Abteilung sein.

Während etablierte Anbieter häufig enorme Kraft darauf verwenden, Machtgefüge und Hierarchiedenken im Unternehmen zu zementieren, entstehen in den neu am Markt agierenden Branchenneulingen völlig neue Arten der Zusammenarbeit. Ihre Waffen sind digitale Kompetenz gepaart mit Begeisterung für das, was sie tun und Mut zu unkonventionellem Denken und Handeln. Sie verfügen über großes Feingefühl für Trends und menschliche Bedürfnisse, bieten hochpersonalisierte Produkte mit hohem Nutzen. 

Innovationsprozesse verlangen Flexibilität und schnelle Entscheidungen. Damit greift die Digitalisierung tief in sämtliche Prozesse eines Unternehmens ein, verändert Arbeitsprozesse, Kommunikation, Kauf- und Kundenverhalten – unter Umständen das komplette Geschäftsmodell. Eine effiziente Digitalstrategie erfordert deshalb Weitblick und muss zentral gesteuert und entwickelt werden. Es muss eine fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit und eine Unternehmenskultur gefunden werden, in der Individualisten Vertrauen und Loyalität erfahren und Freiräume ohne Angst vor Fehlern nutzen können. Denn schlagkräftige Teams, die die Digitalisierung vorantreiben, sind gefragter als je zuvor. 

Weiterführende Links:

Wirtschaftswoche/Was Unternehmen von Start Ups lernen können

manage IT/ Digitale Transformation: So schaffen Traditionsunternehmen den Wandel

focus/Wirtschaft 4.0: Das passiert wenn Unternehmen die digtiale Revolution verschlafen


Backup ist nicht gleich Restore

15. September 2017, Ebba von Heder -

Für die Datenrücksicherung haben nur die wenigsten Unternehmen ein wirkliches Notfallkonzept, welches regelmäßig überprüft wird. So nimmt der Vorgang der Wiederherstellung oft überraschend mehr Zeit in Anspruch und ein Totalausfall hat weitaus gravierendere Folgen, als zunächst angenommen. Aus diesem Grund ist die Entwicklung einer Strategie für den Notfall in Zeiten fortschreitender Digitalisierung Chefsache.

Heinz Zuversicht hatte eigentlich alles richtig gemacht: Alle Daten aus der Buchhaltung sowie alle wichtigen Dokumente auf einem externen Datenträger gesichert, der außerhalb des Büros aufbewahrt wurde. Nur hatte er eben nicht daran gedacht, dass er inzwischen sein Betriebssystem auf einen neuen Stand gebracht und mehrere Softwareaktualisierungen durchgeführt hatte.

Das böse Erwachen kam mit einem Blitzeinschlag im Gebäude. Zu den Elektrogeräten, die daraufhin ihren Dienst versagten, gehörte auch der Bürocomputer. Er ließ sich partout nicht mehr zum Leben erwecken, ein neues Gerät musste her. Dann noch ganz schnell die Datensicherung einlesen und weiterarbeiten, so war der Plan. Nur so kam es leider nicht. Denn der Betrieb verfügte zwar über eine Sicherung, die Rücksicherung der Daten hatte Heinz Zuversicht aber nie getestet und ein wirkliches Notfallkonzept gab es auch nicht. Datenträger zum Betriebssystem und entsprechende Lizenzschlüssel mussten erst wieder beschafft werden. Und so dauerte es Tage ehe die Rücksicherung auf dem aktuellen Rechner vollständig wieder eingerichtet werden konnte.

Wieviel Zeit benötigen Sie, um nach einem Notbetrieb und anschließender Umstellung auf Normalbetrieb wieder arbeiten zu können? Haben Sie ein Rücksicherungs-/Notfallkonzept? Entspricht dies noch dem neuesten Stand der Technik? Wie oft wurde dies bereits getestet? Sind Sie in der Lage aus den gesicherten Daten alles wieder herzustellen? Wie lange dauert das? Oder macht es Sinn, die Datensicherung einfach in die Hände von Profis zu legen?

Es empfiehlt sich, beim Thema Datensicherung rechtzeitig im Vorfeld eine Strategie auszuarbeiten und auf keinen Fall an der falschen Stelle zu sparen. Überregionale Rechenzentren verfügen über eine ständige Wartung durch geschultes Personal sowie ein mehrstufige Sicherungskonzept mit Stunden-, Tages-, Monats- und Jahressicherungen. Professionelle Rechenzentrumsbetreiber mit langjähriger Erfahrung unterstützen ihre Partner und Kunden beim Thema IT und sorgen für Datensicherheit rund um die Uhr. Denn niemand kann heute wirklich effizient arbeiten, wenn die technische Infrastruktur ausfällt. „Zwei bis drei Tage tun richtig weh“, lautet die Bilanz derer, die von einem längeren Ausfall schon einmal betroffen waren.

Weiterführende Links:

https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Bitkom-Leitfaden-Backup-Restore.html

https://www.tecchannel.de/a/datensicherung-und-backup-bestandsaufnahme-und-ausblick,3287106

https://www.uni-giessen.de/fbz/svc/hrz/svc/daten/sicherung/restore


Online-Steuerberatung: Computer ersetzt Steuerberater?

12. September 2017, Ebba von Heder -

Mit stetig wachsendem Erfolg etablieren sich derzeit neue Anbieter für digitale Steuerberatung am Markt. Die sogenannten Online-Steuerberater werben damit, dass sie ihre Dienste besonders kostengünstig anbieten. Voraussetzung ist die Bereitstellung ausschließlich digitaler Belege durch den Online-Mandanten.

Online-Steuerberater werben hauptsächlich mit einem Argument: Senkung der Steuerberatungskosten und volle Preistransparenz. Ein Ersparnis-Rechner wird gleich mitgeliefert. Angeboten werden günstige Lösungen für Verbraucher mit geringem Beratungsbedarf und digitalem Lebensstil. Die neuen Cloud-Lösungen bieten Buchhaltung, Controlling, Rechnungsstellung und Onlinebanking in Kombination mit einer entsprechenden Beratung aus einer Hand.Für die klassische Steuerberatung gibt es zwei Wege, um mit der neuen Situation umzugehen: In Frage stellen, ob die Online-Steuerberatung das persönliche Gespräch ersetzen kann und eine ausreichend individuelle Beratung gewährleistet. Oder die Entwicklung einer Strategie, wie auch langjährig am Markt etablierte Anbieter vom Einstieg in die Digitalisierung profitieren können. Und hier bietet sich eine Vielzahl von Möglichkeiten, die weit über das Einscannen von Belegen hinausgehen: Maschinelles Auslesen digitaler Beleginformationen ermöglicht eine immer weiter steigende Automatisierung der Datenerfassung. Weiterführend können Geschäftsprozesse durch die Zusammenarbeit mit herstellerübergreifenden Plattformen für die komplette Betriebsführung gestrafft und neu strukturiert werden.

Der Einstieg in die Steuerberatung der Zukunft erfordert ein neues, digitales Denken: Welche Daten sind wo vorhanden? Wie können diese optimal vernetzt und für die Beratung genutzt werden? Welche Auswertungen lassen sich daraus für ein professionelles Controlling und bestmögliche Beratung ableiten? Wie kann man über entsprechende Schnittstellen gewährleisten, dass ein Betriebsleiter keine Rechnung, keinen Beleg und keinen Datensatz mehr als einmal in die Hand nehmen muss?

Die große Chance liegt in der Schaffung passgenauer digitaler Kundenbeziehungen, die weit über die reine Digitalisierung von Belegen hinausgehen und viel Raum bieten für eine speziell auf die individuellen Bedürfnisse des Mandanten ausgerichtete persönliche Beratung.

Weiterführende Links:

Steuerberatung per Mausklick/n-tv-Ratgeber

Jetzt bieten Steuerberater ihre Dienste auch im Netz an/welt.de

Mit dem Onlinesteurberater Steuerberatungskosten sparen/Gründerlexikon

Computer ersetzt Steuerberater/Handwerk-Magazin


 

Was ist eigentlich digitale Transformation?

Wissen und Fortschritt in Sachen Digitalisierung werden in allen Branchen darüber entscheiden, ob Unternehmen ihre Marktführerschaft halten oder ausbauen können. Technische Möglichkeiten und Werkzeuge sind in ungeahnter Vielzahl vorhanden. Trotzdem verharren Unternehmen oft in veralteten Organisations- und IT-Infrastrukturen. Wir stehen Ihnen bei der Gestaltung der digitalen Zukunft mit Rat und Tat zur Seite und investieren in die Ausbildung und Weiterqualifizierung entsprechender Fachkräfte.

Wir bilden aus!