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Hallenbau
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Hallenbau in der Landwirtschaft: Kosten steuerlich absetzen!

24.02.2020
Hallenbau

Planen Sie den Bau einer Halle, beispielsweise für Ihre Gerätschaften und Fahrzeuge? Eine sinnvolle Investition! Vorausgesetzt, Sie behalten Ihre Kosten im Überblick. Die gute Nachricht: Sie können den Hallenbau als Betriebsausgabe steuerlich absetzen! Welche Kosten auf Sie zukommen und wie Sie diese steuerlich geltend machen, erfahren Sie hier.

Bei einer landwirtschaftlichen Halle ist davon auszugehen, dass sie vielseitig und regelmäßig genutzt wird. Diese Art von Nutzung sorgt jedoch dafür, dass die Halle mit der Zeit an Wert verliert. Solche Wertminderungen können Sie als Landwirt beim Finanzamt als Betriebsausgabe angeben. Neben Ihrer Halle gilt dies auch für Maschinen, sowie für Betriebsvorrichtungen, wie Lüftungen oder Trocknungen.

Kosten für den Hallenbau

Landwirtschaftliche Halle – Preise und Faktoren im Überblick 

Welche Kosten kommen eigentlich auf Sie zu, wenn Sie eine landwirtschaftliche Halle bauen möchten? Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über sämtliche Kostenfaktoren und die ungefähre Höhe der Ausgaben. 

Unabhängig von der Art der Halle, müssen die folgenden Posten mit einkalkuliert werden: 

  • Grundstückskauf und -erschließung, 
  • Grundbuch-Eintragung, 
  • mögliche Finanzierungskosten, 
  • Bauantrag und Baugenehmigung, 
  • Fundament und Bodenplatte, 
  • wenn notwendig, zusätzliche Arbeiten wie Trockenbau, Elektroinstallation und Heizung, sowie 
  • Außenbereich mit Parkplätzen und Zufahrt. 

Hinzu kommen laufende Betriebskosten, wie 

  • Energie- und Stromverbrauch, 
  • Versicherungen, 
  • Wartung, Instandhaltung und 
  • Reinigung. 

Was kostet eine landwirtschaftliche Halle? 

Nach der Kalkulation des Grundstücks und der Betriebskosten, folgt die Berechnung der Kosten für den Hallenbau.
Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? 

  • Art und Bauweise der Halle 
  • Größe 
  • Ausführung und Material 
  • zusätzliche Ausstattung 
  • Dämmung 
  • Lieferung und Aufbau 
  • Planung, Statik 

Aufgrund der zahlreichen Faktoren, die die Kosten für Ihren Hallenbau beeinflussen, lässt sich kaum ein pauschaler Preis nennen. Grundsätzlich können für eine landwirtschaftliche Halle Ausgaben zwischen 5.000 Euro (nicht seitlich
geschlossen) und 130.000 Euro (rundum geschlossen
, mit üblicher Ausstattung) anfallen.

Pultdachhalle, Satteldachhalle oder Schattenhalle? 

Welche Art von Halle soll es werden? Die verschiedenen Bautypen bringen unterschiedliche Vorteile und Nachteile
mit sich. 

Pultdachhalle Pultdach

Beim Pultdach gibt es nur eine Dachfläche, statt zwei aufeinander zulaufende. Das Gebäude erinnert durch seine Form an ein Rednerpult – daher der Name. Der Vorteil eines solchen Pultdaches liegt im geringen Raumverlust. Das Dach kann relativ flach gebaut werden, sodass darunter nur wenig Fläche des Innenraums eingenommen wird. Dennoch ist es leicht schräg, damit Regen auf einer Seite abfließen kann. 

Im Sommer kann es in einer Pultdachhalle jedoch sehr warm werden. Außerdem müssen Sie auf eine gute Dämmung achten und diese regelmäßig, ungefähr alle fünf Jahre, von einem Fachmann überprüfen lassen.

Die Kosten einer Pultdachhalle 

In der Regel wird eine Pultdachhalle zum Selbstaufbau angeboten. Das bedeutet, Sie holen die Bauteile beim Hersteller ab und montieren Sie selbst auf Ihrem Hof zusammen. 

Die Kosten für eine solche Pultdachhalle variieren sehr stark – abhängig von Größe und Materialeinsatz. Beispielsweise kostet eine dreiseitig geschlossene Pultdachhalle zum Selbstaufbau, in den Maßen 10 x 8 Meter, mit einer Höhe von 3,5 bis 4 Metern, rund 9.200 

Euro. Die größere Variante, 18 x 10 Meter, mit einer Höhe von 4 bis 7 Metern und einer Dachneigung von 20°, kostet etwa 24.000 Euro.

Satteldachhalle Satteldach

Das Satteldach besteht aus zwei aufeinander zulaufenden Dachflächen und erinnert dadurch an die Form eines Sattels. Der Vorteil eines solchen Systems liegt darin, dass sehr große Hallen gebaut werden können, die Dank guter Statik stabil sind. Außerdem ist eine Satteldachhalle rundum geschlossen - optimal für die Unterbringung empfindlicher Geräte und Fahrzeuge, die vor Wind und Wetter geschützt werden sollen. 

Der Nachteil einer solchen Halle liegt allerdings im Preis. Eine Satteldachhalle kostet mehr, weil rundum mehr Material verarbeitet und gegebenenfalls zusätzlich gedämmt wird. Nicht selten wird eine solche Halle außerdem mit Sonderausstattung gebaut, je nach Anforderungen des Landwirts.

Die Kosten einer Satteldachhalle 

Eine Satteldachhalle können Sie zum Selbstaufbau kaufen oder vom Hersteller vor Ort aufbauen lassen. Beides hat selbstverständlich Einfluss auf den Preis. 

Kostenbeispiele für den Selbstaufbau: 12 x 7 Meter, mit einer Höhe von 5,20 Meter, offen – circa 7.800 Euro 12 x 7 Meter, rundum geschlossen, mit Schiebetür und Regenrinne – rund 13.200 Euro 

Wenn Sie die Satteldachhalle vom Hersteller liefern und aufbauen lassen, steigen entsprechend die Kosten. Eine Halle mit den Maßen 35 x 20 Metern, einer Höhe von 6,20 Metern, Dämmung und Schiebetor, kostet beispielsweise rund 129.500 Euro.

Schattenhalle Schattendach

Wie der Name schon verrät, soll eine Schattenhalle über einem speziellen Areal Schatten spenden. Tatsächlich handelt es sich gar nicht um eine Halle im klassischen Sinne, sondern um Stahlträger, die die Überdachung tragen. Diese kann – je nach Ausführung – flexibel ein- und ausgefahren werden. Genau richtig für beispielsweise die Gemüse- und Pflanzenzucht. 

Wenn Sie jedoch eine schützende Halle benötigen, die rundum robust und Niederschlag abweisend ist, dann ist eine Schattenhalle nicht geeignet. Bei Wind und Wetter spendet sie wenig bis gar keinen Schutz.

Die Kosten der Schattenhalle 

Auch eine Schattenhalle erhalten Sie zum Selbstaufbau. In den Maßen 24 x 24 Meter, mit einem Schattierwert von 45%, liegen die Kosten bei etwa 11.500 Euro. 

Alle hier genannten Preise verstehen sich als Durchschnittspreise und lediglich Orientierung. Je nach Hersteller,
Aufwand und Sonderausstattung können die tatsächlichen Kosten davon abweichen.

Kosten für den Hallenbau steuerlich absetzen 

Wie bereits erwähnt, können Sie eine landwirtschaftliche Halle beim Finanzamt geltend machen und getätigte Investitionen mit der jährlichen Steuererklärung elektronisch übermitteln. Dabei ist eine Angabe dessen, was angeschafft wurde oder werden soll, nicht erforderlich. 

Da die Halle als gewerbliches Gebäude gilt, fällt sie unter die Abschreibung gemäß AfA – “Absetzungen für Abnutzung”. Hierbei geht der Gesetzgeber davon aus, dass die Halle nach einer individuellen Nutzungsdauer einen Wertverlust erreicht hat. 

Allerdings können die Kosten für einen Hallenbau nicht sofort geltend gemacht werden – anders als bei Werbungskosten. Sie werden stattdessen über einen in der AfA-Tabelle festgelegten Zeitraum abgesetzt. Bei Gebäuden, die gemäß § 7 Absatz 4 EStG zum Betriebsvermögen gehören, beträgt der absetzbare Prozentsatz 3 Prozent. Diese werden jedes
Nutzungsjahr abgeschrieben
, bis das Gebäude verkauft oder abgerissen wird. 

Als Bemessungsgrundlage für die jährlich absetzbare Summe dient nur der Preis für das bestehende oder geplante
Gebäude
– ohne das darunter befindliche Grundstück. Deshalb werden die Kaufpreise für Boden und Gebäude für die steuerliche Absetzung gesplittet. 

Übrigens: Mit einer Photovoltaik-Anlage auf Ihrer Halle können Sie steuerlich profitieren! Innerhalb von 20 Jahren können Sie gemäß AfA-Tabelle eine Solaranlage komplett abschreiben. Abgesehen davon, erhalten Sie in der Regel hohe staatliche Unterstützung sowie gute Kredite für den Bau.

Fazit zum Hallenbau in der Landwirtschaft 

Ob für Gerätschaften, zur Tierhaltung oder zur Unterbringung von Holz und Stroh: In der Landwirtschaft gibt es viele Gründe für einen Hallenbau. Sämtliche Kostenfaktoren sollten Sie dabei im Überblick behalten: Neben der Größe, der Ausstattung und dem verwendeten Material, auch die Dämmung, sowie Lieferung und Aufbau. Laufende Kosten, wie Strom- und Wasserverbrauch, Versicherungen und Instandhaltung spielen ebenfalls eine Rolle. 

Die landwirtschaftliche Halle können Sie als Betriebsausgabe steuerlich absetzen. Ihr Partner in der
LAND-DATA Buchstelle oder Steuerkanzlei steht Ihnen hierbei gerne beratend zur Seite. Mit den richtigen Tipps vom Experten können Sie Kosten und Steuern sparen – und Sie erhalten dennoch die perfekte Halle!