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European AI Act: Neue Transparenzpflichten für KI-generierte Inhalte

Geschrieben von LAND-DATA GmbH | Jul 24, 2026 2:51:16 PM

Ab dem 2. August 2026 gelten weitere Regelungen des AI Acts. Dazu gehören unter anderem Transparenzpflichten für bestimmte KI-generierte Inhalte. Ziel ist es, nachvollziehbar zu machen, wann Inhalte vollständig oder wesentlich mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt wurden.

Was bedeutet das für Kanzleien und Unternehmen?

Künstliche Intelligenz ist längst im Arbeitsalltag vieler Unternehmen angekommen – sei es bei der Erstellung von Texten, Bildern, Präsentationen oder Social-Media-Beiträgen. Mit dem European AI Act schafft die Europäische Union erstmals einen einheitlichen Rechtsrahmen für den Einsatz von KI.

Nicht jede Nutzung von KI führt automatisch zur Kennzeichnungspflicht. Relevant wird das Thema jedoch beispielsweise, wenn KI-generierte Bilder oder andere Medien auf der Website, in Newslettern, Social Media oder Präsentationen eingesetzt werden. In diesen Fällen empfiehlt es sich zu prüfen, ob eine transparente Kennzeichnung der Inhalte erforderlich ist. 

Unser Praxistipp

Wer KI-generierte Visualisierungen veröffentlicht, sollte künftig auf eine einheitliche und gut sichtbare Kennzeichnung achten. Der AI Act verlangt Transparenz über den Inhalt, nicht über den Hersteller des Werkzeugs. Der verwendete Anbieter ist für den Betrachter in der Regel unerheblich. Eine einfache Formulierung wie „Visualisierung: KI-generiert“ oder "AI generated" ist in vielen Fällen bereits eine transparente und verständliche Lösung.  

Die Europäische Kommission hat zusammen mit den Leitlinien einen freiwilligen Code of Practice veröffentlicht und stellt optionale EU-Icons für die Kennzeichnung KI-generierter Inhalte bereit. Diese können künftig ergänzend verwendet werden, sind aber nicht verpflichtend. 

Der AI Act verlangt keinen bestimmten Wortlaut, sondern dass die Information

  • klar
  • deutlich wahrnehmbar
  • verständlich und
  • spätestens bei der ersten Wahrnehmung des Inhalts

bereitgestellt wird.

Das schafft Klarheit gegenüber Mandanten, Mitarbeitenden und Geschäftspartnern und setzt gleichzeitig die neuen Transparenzanforderungen um.