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Ökologische Landwirtschaft: Öko-Landbau richtig angehen

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Die ökologische Landwirtschaft hat viele positive Auswirkungen auf Mensch, Natur und Tier. Allerdings ist der ökologische Landbau mit deutlich mehr Aufwand verbunden, als die konventionelle Landwirtschaft. Wir geben einen Überblick über die Vorteile und Nachteile des Öko-Landbaus.

Welche Richtlinien müssen eingehalten werden, damit ein Betrieb als ökologisch bewirtschaftet gilt? Mit welchen
Fördermaßnahmen wird der Öko-Landbau durch die Bundesrepublik und die EU gestärkt? Wir stellen Ihnen die
Anforderungen und Methoden der ökologischen Landwirtschaft vor und erklären die wirtschaftlichen Konsequenzen.

Was ist ökologische Landwirtschaft?

Die ökologische Landwirtschaft basiert auf dem Konzept ökologischer Nachhaltigkeit. Es handelt sich um eine Form der Bewirtschaftung, bei der ein schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen sowie Umweltverträglichkeit im Mittelpunkt stehen. Der Öko-Landbau ist ein wichtiger Pfeiler der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft.

Es wird das Ziel eines möglichst geschlossenen Nährstoffkreislaufes verfolgt, das heißt, der eigene Hof dient als Futter- und Nährstoffgrundlage. In der Regel werden Pflanzenanbau und Tierhaltung kombiniert, um eine solche Kreislaufwirtschaft umzusetzen. Die angebauten Pflanzen werden zum Teil als Tierfutter verwendet – und die Ausscheidungen der Tiere werden als natürlicher Dünger auf die Felder ausgebracht.

Die natürlichen Ressourcen des Agrar-Ökosystems werden somit genutzt, gefördert und erhalten. Der Einsatz externer Produktionsmittel ist – anders als in der konventionellen Veredelungswirtschaft der Tierhaltung – stark beschränkt oder verboten.

Teil des Ökolandbaus ist auch eine artgerechte Tierhaltung. Dazu zählen etwa Tageslicht und Frischluft, Kontakt zu
anderen Tieren und ein Auslauf von ausreichender Größe. Die Anzahl der Nutztiere, die in einem ökologischen Betrieb gehalten werden dürfen, richtet sich nach der Größe der Fläche, die bewirtschaftet wird. Die Tierwohlbroschüre von Bioland geht genauer auf die Unterschiede zum konventionellen Landbau ein.

Im Ökolandbau spielt zudem der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit durch die sogenannte Fruchtfolge eine wichtige
Rolle – also der wechselnde Anbau verschiedener Kulturen an Stelle von Monokulturen. Auch die Bodennutzung ist in der ökologischen Landwirtschaft individuell auf den Betrieb und seinen Standort angepasst.

EU-Richtlinien für den ökologischen Landbau

Die Anforderungen für den ökologischen Landbau sind in einer gesetzlichen Grundlage auf EU-Ebene geregelt. Nur Lebensmittel, die diesen EU-Rechtsvorschriften entsprechen, dürfen mit dem “Bio” oder “Öko” Kennzeichen gekennzeichnet werden.

Die EU-Richtlinien für die ökologische Landwirtschaft definieren Standards für:

  • pflanzliche Agrarprodukte;
  • die Wildsammlung von Pflanzen;
  • die Tierhaltung;
  • die pflanzliche und tierische Aquakultur;
  • die ökologische Weinbereitung.

Die gesetzlichen Regelungen der EU enthalten zudem Vorschriften für die Umstellung eines konventionellen
Landwirtschaftsbetriebs auf die ökologische Bewirtschaftungsweise. Auch der Import von Erzeugnissen aus
ökologischer Landwirtschaft, die aus Ländern außerhalb der Europäischen Union stammen, wird dort geregelt.

Die EU-Richtlinien zur ökologischen Landwirtschaft können online eingesehen werden. In Deutschland gilt darüber hinaus das Öko-Landbaugesetz (ÖLG). Zudem regelt die Öko-Kennzeichnungsverordnung (ÖkoKennzV) und das
Öko-Kennzeichengesetz (ÖkoKennzG) die Verwendung des Öko-Kennzeichens.

Öko-Landbetriebe können sich zudem freiwillig nationalen Bio-Anbauverbänden anschließen. Die Richtlinien dieser Verbände gehen in einigen Bereichen über die gesetzlichen Regelungen der EU hinaus.

Das ist wichtig im Öko-Landbau: keine Gentechnik, keine Pestizide

Die Richtlinien der Europäischen Union für den ökologischen Landbau sieht unter anderem folgende Mindestkriterien vor:

  • In der Ökolandwirtschaft darf keine Gentechnik zum Einsatz kommen.
  • Es dürfen keine synthetisch hergestellten Stickstoffdünger, keine leicht löslichen mineralischen Düngemittel und keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel, Pestizide und Wachstumsregler oder Hormone verwendet werden. Stattdessen erfolgt der Anbau weniger anfälliger Sorten sowie Einsatz von Nützlingen und Unkraut-Bekämpfung durch z.B. Hacken oder Abflammen.
  • Einsatz von organisch gebundenem Stickstoff in Form von Mist oder Mistkompost, Gründüngung mit Hilfe von Stickstoff sammelnden Pflanzen (Leguminosen) und Verwendung langsam wirkender natürlicher Düngemittel.
  • Die Pflege der Bodenfruchtbarkeit erfolgt durch ausgeprägte Humuswirtschaft.
  • Eine abwechslungsreiche und mehrjährige Fruchtfolge mit vielen Fruchtfolgegliedern und Zwischenfrüchten.
  • Die Zahl der Nutztiere, die in einem ökologischen Betrieb gehalten werden dürfen, ist begrenzt und streng an die bewirtschaftete Fläche gebunden.
  • Die Tiere werden mit ökologischem, möglichst hofeigenem Futter versorgt, der Zukauf von Futtermitteln ist nur begrenzt erlaubt.
  • Auf den Einsatz von Antibiotika wird weitgehend verzichtet.
  • Lebensmittel aus ökologischem Landbau sind nicht ionisierend bestrahlt.
  • Die Verwendung von Zusatzstoffen ist stark eingeschränkt.

Einmal jährlich wird durch eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle geprüft, ob ein Landwirtschaftsbetrieb die EU-Vorschriften für den ökologischen Landbau einhält. Das digitale Agrarbüro von LAND-DATA hilft Ihnen, Ihre Buchhaltung und alle wichtigen Belege mit entsprechender Verschlagwortung für eine solche Überprüfung
jederzeit parat zu haben.

Die Vorteile der ökologischen Landwirtschaft

Positive Auswirkungen für die Umwelt und das Klima

Die ressourcenschonende und nachhaltige Bewirtschaftung der ökologischen Landwirtschaft hat vielfältige positive Auswirkungen für Mensch, Tier und Umwelt sowie den Klimaschutz. Angesichts des aktuellen öffentlichen Diskurses über den Klimawandel wird die ökologische Landwirtschaft daher weiter an Bedeutung gewinnen.

  • Bodenschutz: Durch die Humuswirtschaft fördert der ökologische Landbau das Bodenleben und die Bodenfruchtbarkeit. Die Böden sind im Ökolandbau weniger verdichtet als in der konventionellen Landwirtschaft, der Biomasseanteil sowie die mikrobielle Aktivität sind in der Regel um ein vielfaches höher.
  • Artenvielfalt: Der Verzicht auf künstliche Düngemittel und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel führt auf ökologisch bewirtschafteten Flächen zu einer höheren Artenvielfalt des Tier- und Pflanzenlebens.
  • Gewässerschutz: In der Ökolandwirtschaft wird das Oberflächen- und Grundwasser weniger stark mit Pestiziden und Nährstoffen belastet. Denn es wird auf Pestizide sowie chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Dünger verzichtet. Die Tierhaltung ist an die Fläche des Betriebs angepasst, sodass in der Regel nicht mehr Nährstoffe in Form von Mist und Gülle anfallen, als die angebauten Pflanzen auch aufnehmen können.
  • Tierschutz: Eine artgerechte Tierhaltung ist Teil des Ökolandbaus. Die artgerechten Haltungsbedingungen werden regelmäßig kontrolliert.
  • Klimaschutz: Im ökologischen Landbau wird der Einsatz fossiler Energien minimiert. Zudem können im Ökolandbau CO2-Emissionen um mehr als 60 Prozent gesenkt werden, dadurch, dass auf Pestizide und chemisch-synthetische Düngemitteln verzichtet wird, bei deren Herstellung hohe Mengen CO2 anfallen.

Hochwertige Lebensmittel als Wettbewerbsvorteil

Laut Ernährungsreport 2019 achtet jeder Zweite inzwischen auf das Bio-Siegel. Das Umweltbewusstsein steigt in den vergangenen Jahren stetig, und mit ihm die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln. Nachhaltig erzeugte Produkte
gewinnen damit immer mehr an Bedeutung und haben – obwohl sie hochpreisiger sind – inzwischen einen
Wettbewerbsvorteil gegenüber den Produkten der konventionellen Landwirtschaft.

Öffentliche Förderung der ökologischen Landwirtschaft

Die Einführung und Beibehaltung des ökologischen Landbaus wird in Deutschland mit öffentlichen Mitteln durch die Programme der Länder für die ländliche Entwicklung (EPLR) gefördert. Die Fördermaßnahmen für den Ökolandbau werden finanziert durch den Bund, die Länder und die EU.

Die Bundesregierung fördert den ökologischen Landbau zudem durch das “Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)” im Rahmen der “Zukunftsstrategie ökologischer Landbau”. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für die ökologische und nachhaltige Land- und Lebensmittelwirtschaft zu verbessern.

Finanziert werden die verschiedenen Maßnahmen des Programms mit einem jährlichen Etat von 30 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Das BÖLN ist ein ganzheitlicher Ansatz, der diverse
Forschungsprojekte fördert und die gesamte Wertschöpfungskette einschließt – also die Erzeugung, den Absatz, die Verarbeitung und die Vermarktung ökologisch nachhaltiger Produkte.

Die Infobroschüre “Ökologischer Landbau in Deutschland” des BMEL gibt einen Überblick über die Fördermöglichkeiten. Ihr Ansprechpartner in der Buchstelle kann Sie zudem individuell zu Fördermitteln beraten, die für Ihren
Landwirtschaftsbetrieb relevant sind.

Die Nachteile von ökologischem Landbau

Höherer Arbeitsaufwand und höhere Kosten

Wegen der einzuhaltenden Vorschriften und der umweltverträglichen Bewirtschaftungsweise sind die ökologische Landbewirtschaftung und Verarbeitung mit einem deutlich höheren Aufwand und einer höheren Arbeitsintensität verbunden, als in der konventionellen Landwirtschaft. Das wiederum führt zu höheren Preisen der Bio-Erzeugnisse, die sich im Wettbewerb negativ auswirken können.

Hohe Umstellungskosten

Die Umstellung von der konventionellen Landwirtschaft auf den Öko-Landbau stellt für die Betriebe eine finanzielle Herausforderung dar und ist in den ersten Jahren risikoreich. Die öffentliche Förderung reicht nicht aus, um alle finanziellen Risiken abzudecken.

Die Umstellung auf die ökologische Landwirtschaft ist für die Betriebe mit einem hohen Kosten- und Investitionsaufwand verbunden – aber erst nach erfolgreichem Abschluss der Umstellungszeit dürfen die Erzeugnisse als Bioware vermarktet werden. Auch müssen die Vermarktungswege dann in der Regel zunächst neu erschlossen werden. Hinzu kommt, dass die Konkurrenz aus dem Ausland wächst.

Geringerer Ertrag

Der Ertrag ist im Biolandbau in der Regel geringer, als in der konventionellen Landwirtschaft. Das liegt schon an der artgerechten Tierhaltung – die Zahl der Nutztiere ist streng an die Fläche des Betriebs angepasst und insgesamt niedriger, als im konventionellen Landbau. Auch steht im Ökolandbau die Sicherung eines hohen Ertragsniveaus aller Kulturen der Fruchtfolge im Fokus, nicht die Ertragsmaximierung einiger weniger Verkaufsfrüchte.

Krankheiten und Schädlinge

Anders als im konventionellen Landbau können im Ökolandbau Probleme dadurch entstehen, dass Krankheiten und Schädlinge nicht durch den Einsatz chemischer oder synthetischer Mittel bekämpft werden dürfen.

Fazit zu den Vor- und Nachteilen ökologischer Landwirtschaft

Die ökologische Landwirtschaft hat viele Vorteile für Mensch, Tier, die Umwelt und das Klima. Sie produziert
hochwertige Bio-Lebensmittel, die durch ein steigendes Umweltbewusstsein der Bevölkerung zunehmend nachgefragt werden. Finanziell wird der Öko-Landbau mit Mitteln des Bundes, der Länder, und der EU gefördert.

Neben den Vorteilen hat der Öko-Landbau aber auch seine Herausforderungen. Der Ertrag ist in der Regel geringer und der Preis für Bio-Produkte höher, als im konventionellen Landbau, worunter die Wettbewerbsfähigkeit leidet. Zudem ist die ökologische Landwirtschaft mit einem deutlich höheren Arbeitsaufwand und bei der Umstellung mit einem
hohen Risiken verbunden. Auch die Bekämpfung von Krankheiten oder Schädlingen ohne chemisch-synthetische Mittel kann ein Problem sein.

Ihr Ansprechpartner in der Buchstelle bzw. Ihr Steuerberater steht Ihnen gerne bei der Erstellung einer
Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Umstiegsszenarien bei der Umstellung auf die ökologische Landwirtschaft zur Verfügung. Das digitale Agrarbüro mit ADNOVA+ inklusive App zur mobilen digitalen Belegablage verschafft Ihnen immer einen Überblick über Ihre Finanzen und alle wichtigen Dokumente. Das hilft Ihnen auch bei der jährlichen Kontrolle der Einhaltung der EU-Richtlinien in Ihrem Bio-Betrieb.