<img height="1" width="1" src="https://www.facebook.com/tr?id=2030817090353503&amp;ev=PageViewhttps://www.facebook.com/tr?id=2030817090353503&amp;ev=PageView(44 B) https://www.facebook.com/tr?id=2030817090353503&amp;ev=PageViewhttps://www.facebook.com/tr?id=2030817090353503&amp;ev=PageView &amp;noscript=1">
Bauernhof
<p>ADNOVA+</p>

ADNOVA+

So haben Sie die Hofbuchhaltung jederzeit im Griff: ADNOVA+ unterstützt Steuerberater und ihre Mandanten bei der gesetzeskonformen Ablage und dem sicheren Austausch buchführungsrelevanter Belege

<p>LAND-DATA Newsletter - immer gut informiert!</p>

LAND-DATA Newsletter - immer gut informiert!

Erhalten Sie regelmäßig Updates über Neuigkeiten.

Agrarimmobilien kaufen oder pachten: Schritt für Schritt-Anleitung

23.12.2019
Bauernhof

Was ist günstiger: Eine Agrarimmobilie kaufen oder pachten? Mit Sicherheit keine leichte Frage. Deshalb finden Sie hier einen Überblick darüber, was alles zur Investition in eine Agrarimmobilie dazu gehört. Inklusive Checkliste über die wichtigsten Schritte sowie Vor- und Nachteile von Kauf und Pacht.

Sie möchten in eine Agrarimmobilie investieren? Dann ist es ratsam, diese Investition Schritt für Schritt zu planen. Was gehört alles dazu? Wir erklären es.

Wichtig vorab: Nicht jedermann kann einfach so eine Agrarimmobilie bewirtschaften oder kaufen. Beim Kauf hat der bisherige Pächter in der Regel ein Vorkaufsrecht.

Im Übrigen sind die Landwirtschaftskammern der Länder die richtigen Ansprechpartner, wenn Sie weitergehende Fragen zu diesem Thema haben. Sie bieten u.a. Informationen dazu an:

  • Betriebsberatung zur Betriebsorganisation, Produktionstechnik, Bauen, Mechanisierung, Arbeitskräfteeinsatz, Versicherungen, Masterplan, u.a.
  • Anspruch auf Förderungen, wie z.B. der entkoppelten Betriebsprämie, Agrarumweltmaßnahmen, Prämien für die Landwirtschaft in den von der Natur benachteiligten Gebieten,
  • Gasölbeihilfe, Investitionsbeihilfen nach dem Agrarinvestitionsprogramm, Extensivierung,
  • Ökologischer Landbau, Diversifizierung u.a.

Vor dem Kauf oder der Pacht einer landwirtschaftlichen Immobilie ist es zudem ratsam, einen auf Landwirtschaft
spezialisierten Steuerberater zu konsultieren
. Diese finden Sie am schnellsten über eine landwirtschaftliche Buchstelle.

Warum sollten Sie in Agrarimmobilien investieren?

In der Landwirtschaft existiert ein breites Angebot an Immobilien: Sie können in ein Bauernhaus – beispielsweise für Urlaub auf dem Bauernhof – oder Gestüt, einen Reiterhof oder Resthof, eine Mühle oder in ein Landhaus investieren. Deshalb ist es wichtig, dass Sie genau wissen, welche Art von Gewerbe Sie auf dem Land betreiben möchten. Beantworten Sie sich also die Frage: Warum überhaupt eine Agrarimmobilie kaufen oder pachten?

Soll es ein Bauernhof werden für die Haltung von Nutztieren wie Schweinen, Rindern, Hühnern und Schafen? Oder möchten Sie lieber Nutzpflanzen anbauen wie Mais, Tomaten, Raps und Salat?

Abgesehen davon, können Sie Ihre Immobilie auch weniger zur Bewirtschaftung als viel mehr für das touristische Gewerbe nutzen: Hotels, Reiter- und Ferienhöfe sind besonders für Stadtmenschen und Kinder ein wahrer Magnet. Behalten Sie bei Besichtigungen im Hinterkopf, wofür Sie die Agrarimmobilie nutzen möchten. Dabei hilft Ihnen auch ein Sachverständiger oder Gutachter.

Brauche ich eine Ausbildung in der Landwirtschaft?

Entscheiden Sie sich für den Erwerb eines landwirtschaftlichen Betriebes muss klar sein, es ohne ein gewisses Maß an Wissen nicht geht. Zwar ist eine Ausbildung in der Landwirtschaft keine Voraussetzung, um einen Hof zu kaufen und zu betreiben, aber wenn Sie wirtschaftlich erfolgreich arbeiten wollen, benötigen Sie Mindestqualifikationen. Sowohl in der Theorie wie  auch der Praxis.

Schließlich geht es um Ihre Lebensgrundlage, die Einhaltung von Arbeitsschutzbestimmungen, das Tierwohl, die steuerlich korrekte Buchführung und vieles mehr. Außerdem sind für bestimmte Maßnahmen wie den Pflanzenschutz Sachkundenachweise notwendig. Wenn Sie hier Quereinsteiger sind, gibt es die Möglichkeit der Weiterbildung über die Landwirtschaftskammern. 

Agrarimmobilien kaufen oder pachten: Die 5 wichtigsten Schritte

Unsere 5 wichtigsten Schritte für den Kauf oder die Pacht einer Agrarimmobilie helfen Ihnen bei der Umsetzung. So behalten Sie den Überblick und wissen außerdem, in welchem finanziellen Rahmen sich Ihre Investition befindet. 

Auch Förderangebote oder Subventionen stehen Käufern oder Pächtern von Immobilien in der Land- und Forstwirtschaft zur Verfügung. 

Schritt 1: Konzept ausarbeiten

Bevor es überhaupt an die Suche der geeigneten Agrarimmobilie geht, sollten Sie Ihr Konzept ausarbeiten. Sprich: Womit möchten Sie Ihr Geld in der Landwirtschaft verdienen? Hierfür benötigt es einen genauen Überblick, den Sie u.a. durch folgende Fragen erhalten:

  • Wie viele Menschen benötigen Sie, um den Hof zu bewirtschaften?
  • Wie möchten Sie die Agrarimmobilie und damit verbundene Baumaßnahmen finanzieren?
  • Möchten Sie Tiere halten und wenn ja, welche?
  • Wenn Sie Nutztiere halten möchten: Möchten Sie Produkte wie Eier, Milch und Fleisch selber verkaufen in einem Hofladen oder möchten Sie an Großunternehmen verkaufen?
  • Möchten Sie selber schlachten oder mit Schlachthöfen zusammenarbeiten?
  • Wenn Sie Nutzpflanzen anbauen möchten: Wie viele Arten? Möchten Sie Bio-Anbau oder konventionellen?
  • Wie viel Grundstück benötigen Sie für den Anbau von Getreide und Gemüse? 
  • Möchten Sie Getreide und Gemüse selber verkaufen in einem Hofladen oder möchten Sie an Großunternehmen verkaufen?
  • Möchten Sie einzelne Teile Ihres Hofs vermieten, zum Beispiel an Feriengäste?
  • Was möchten Sie außerdem anbieten: ein Café, Reitstunden oder die Möglichkeit für Gäste, selber beispielsweise Erdbeeren zu pflücken?

Schritt 2: Lage des Grundstücks

Anhand Ihres Konzepts ergibt sich die Lage, in der Ihre Agrarimmobilie sich befinden sollte. Wie viel Hektar Land benötigen Sie für den Anbau von Nutzpflanzen? Wie sollte die Bodenbeschaffenheit des Grundstücks um die Immobilie sein? Wenn Sie Nutztiere halten möchten: Wie viel Platz benötigen Sie für Ställe und Auslauf?

Überlegen Sie auch, ob Sie weitab auf dem Land kaufen möchten oder lieber in der Nähe einer Stadt. Dann hätten Sie den Vorteil, nicht ganz so abgeschieden zu sein und so für Einkäufe, Transporte usw. nicht zu lange Wege auf sich nehmen zu müssen. Das Landleben ist dafür etwas ruhiger und in der Regel ist auch das Verständnis für die Bedürfnisse eines landwirtschaftlichen Betriebes höher.

Schritt 3: Eine geeignete Agrarimmobilie finden

Um die passende Agrarimmobilie zu finden, können Sie natürlich mit einem regionalen Makler zusammenarbeiten. Ihm oder ihr erklären Sie, welche Anforderungen Sie an Haus und Hof haben und was Sie sich sonst noch vorstellen. Bedenken Sie dabei, dass für den Makler natürlich Kosten anfallen.

Wenn Sie sich privat auf die Suche begeben möchten, finden Sie online einen guten Überblick. Neben den Portalen wie immobilienscout24.de, immonet.de und immowelt.de werden Wiesen, Weidem Äcker, weitere Grundstücke und Immobilien auch von auf landwirtschaftliche Objekte spezialisierten Maklern angeboten

Online können Sie gezielt suchen, indem Sie neben der Art der gesuchten Immobilie auch das Gewerbe, den möglichen Preis, die Fläche und den Ort bzw. Umkreis angeben. Tipp: Am besten klicken Sie hierzu auf der jeweiligen Website auf den Button “Gewerbe” bzw. “Gewerbeimmobilien suchen”.

Wenn Sie eine interessante Agrarimmobilie gefunden haben, ist der nächste Schritt die Besichtigung. Achten Sie dabei besonders darauf, ob alle Ihre Anforderungen und persönlichen Wünsche erfüllt werden. 

Ratsam ist es, eine Besichtigung nicht alleine durchzuführen, sondern noch jemanden mitzubringen. So können Sie sicher sein, dass Sie keine Frage vergessen und auch mögliche Mängel an der Immobilie nicht übersehen werden. Es kann nicht schaden, eine zweite Meinung zu dem Grundstück und dem Objekt zu haben und sich nach der Besichtigung auszutauschen.

Schritt 4: Finanzierung der Agrarimmobilie planen

Bei diesem Schritt sollten Sie besonders sorgfältig vorgehen. So vermeiden Sie Kostenfallen und laufen nicht Gefahr, die Investition zu unterschätzen. Wichtig ist, dass Sie zunächst Ihr Budget aufstellen, welches Ihnen für die Agrarimmobilie zur Verfügung steht. Dazu zählt neben Ihrem Eigenkapital auch die Summe, die Sie über Fremdkapital zusätzlich haben, beispielsweise über einen Kredit oder eine Förderung.

Machen Sie sich außerdem Gedanken darüber, ob Sie direkt den vollen Kaufpreis zahlen möchten (bzw. können) oder ob Sie lieber über mehrere Jahre die Agrarimmobilie finanzieren möchten. Damit Sie sich nicht zu lange verschulden müssen, ist es ratsam, so viel Eigenkapital wie möglich in einen Kauf mit einzubringen. 

Wenn Sie lieber pachten möchten, fallen natürlich nur laufende Kosten an. In diesem Fall sollten Sie eine genaue Aufstellung Ihrer derzeitigen Einnahmen und Ausgaben tätigen (bzw. der geplanten durch die Nutzung der Agrarimmobilie). So erfahren Sie das monatliche Budget, das Ihnen für die Pacht zur Verfügung steht. 

Einen festen Wert für eine Pacht gibt es nicht – hier bestimmt der regionale Markt die Preise. Allerdings sieht das beim Kauf etwas anders aus. Die Gutachterausschüsse für Grundstückswerte bei den Kreisverwaltungen bzw. großen kreisfreien Städten, z.B. hier www.gutachteraus-schuss.nrw.de, legen Richtwerte für die Flächen fest. Jedoch unverbindlich. 

Ausnahmen bilden Pachtverträge wie auch Kaufverträge mit Flächen über 10.000 m², diese unterliegen der Anzeigepflicht bei Pachtverträgen und Genehmigungspflicht bei Kaufverträgen durch den Geschäftsführer der Kreisstelle der Landwirtschaftskammer als Landesbeauftragter im Kreise.

Schritt 5: Pacht- oder Kaufvertrag gründlich durchlesen

Das klingt zwar banal, ist jedoch sehr wichtig! Schließlich möchten Sie in keine versteckten Kostenfallen tappen. Nehmen Sie sich deshalb genug Zeit, um alle Aspekte des Pacht- oder Kaufvertrags durchzulesen und gegebenenfalls einen Experten hinzuzuziehen, falls Sie sich unsicher sind.

Achten Sie im Falle eines Pachtvertrags auch darauf, ob und inwiefern Sie an der Agrarimmobilie Änderungen vornehmen dürfen. Gegebenenfalls sind Sie später sonst zu stark eingeschränkt, falls der Eigentümer keine baulichen Maßnahmen zulässt.

Agrarimmobilie kaufen oder pachten?

Falls Sie sich noch nicht sicher sind, ob Sie eine Agrarimmobilie kaufen oder pachten möchten, finden Sie hier noch einen Überblick über die Vor- und Nachteile beider Varianten:

Agrarimmobilie kaufen Vorteile

  • Es handelt sich um eine wertbeständige Investition und eine sichere Anlage.
  • Sie können als Eigentümer über sämtliche Maßnahmen am Objekt bestimmen.
  • Sie können selbst gewinnbringend verpachten oder vermieten.

Agrarimmobilie kaufen Nachteile

  • Sie müssen mehr investieren.
  • Bei einem möglichen Umzug sind Sie unflexibler.
  • Sämtliche Reparatur- und Instandhaltungskosten tragen Sie.

Agrarimmobilie pachten Vorteile

  • Ihre Kosten fallen geringer aus.
  • Sämtliche aufwändige Reparatur- und Instandhaltungskosten trägt der Eigentümer.
  • Ackerland kann in der Regel flexibel dazugepachtet oder abgegeben werden.

Agrarimmobilie pachten Nachteile

  • Sie können nicht einfach über bauliche Veränderungen und Instandhaltungsmaßnahmen bestimmen.
  • Die jährliche Pacht kann steigen.
  • Nach Ablauf des Pachtvertrags fällt die Agrarimmobilie zurück an den Eigentümer.

Fazit zu Agrarimmobilien: Wie kaufe oder pachte ich in der Landwirtschaft?

Wenn Sie in eine Agrarimmobilie investieren möchten, sollten Sie Schritt für Schritt vorgehen. Eine genaue Planung ist sinnvoll, um mögliche Kostenfallen zu vermeiden und um das Objekt zu finden, das zu Ihren Anforderungen passt.

Beantworten Sie deshalb zunächst für sich selbst, zu welchem Zweck Sie eine Agrarimmobilie brauchen. Was möchten Sie für ein Gewerbe betreiben: Tierhaltung? Anbau von Nutzpflanzen? Tourismus? Anhand dessen ergibt sich schließlich auch, in welcher Lage sich die Immobilie befinden muss, was Sie für bauliche Voraussetzungen und welches Budget Sie benötigen.

Damit Sie Ihre Finanzen gut im Blick behalten, bedarf es einer guten Beratung durch Ihren Ansprechpartner in der Buchstelle sowie der geeigneten Software extra für Landwirte. Statt komplizierter Bürokratie ermöglicht sie einen geordneten Überblick über sämtliche Einnahmen und Ausgaben. So wird auch die Investition in eine Agrarimmobilie erheblich vereinfacht!

Bereits seit mehr als 50 Jahren entwickelt LAND-DATA Softwarelösungen für die Buchhaltung in Landwirtschaft und Gewerbe. Wir unterstützen Steuerberater und landwirtschaftliche Buchstellen bei allen Abläufen im landwirtschaftlichen Rechnungswesen.

Weiterer Vorteil: Wir generieren eine Vielzahl aussagekräftiger Auswertungen mit speziell für Landwirte wichtigen Kennzahlen, aus denen sich wichtige Erkenntnisse für die Betriebsführung ableiten lassen. Wer mag kann sich vor Kauf oder Pacht von Flächen dazu anhand unserer Beispielauswertungen einen Überblick verschaffen.