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12.09.2017

Keine Gebühren bei Kartenzahlung

Kartenzahlungen, Überweisungen und Lastschriften werden im nächsten Jahr verbraucherfreundlicher.


Tim Reckmann / pixelio.de

Der Bundesrat hat Anfang Juli die vom Bundestag zuvor beschlossene Abschaffung von gesonderten Gebühren bei diesen Zahlungen gebilligt. Die Regelung gilt europaweit.

Durch das Gesetz soll sich auch der Wettbewerb im Bereich der Zahlungsdienste verbessern. Außerdem sind weitere verbraucherschützende Maßnahmen vorgesehen. So wird die Haftung der Verbraucher für nicht autorisierte Zahlungen von derzeit höchstens 150 € auf 50 € herabgesetzt. Bei Betrug oder grober Fahrlässigkeit verbessern sich die Rechte der Verbraucher. Fehlüberweisungen von Kunden können einfacher zurückgeholt werden.

Darüber hinaus unterstellt das Gesetz Zahlungsauslöse- und Kontoinformationsdienstleister der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Bislang bewegten sich diese Dienste aufsichtsrechtlich in einem Graubereich.

Auch werden die Voraussetzungen von Anschlussfinanzierungen oder Umschuldungen bei der bestehenden Bank im Rahmen von Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen erleichtert. Eine erneute Kreditwürdigkeitsprüfung, wie sie beim Abschluss des Erstvertrages notwendig ist, wird nicht mehr erforderlich sein, es sei denn, der Nettodarlehensbetrag wird deutlich erhöht.

Hinweis:
Das Gesetz muss nun vom Bundespräsidenten unterzeichnet werden. Der Wegfall der gesonderten Gebühren bei Kartenzahlungen sowie die Sonderregelung zur Kreditwürdigkeitsprüfung bei Immobiliar-Vebraucherdarlehensverträgen treten am 13.01.2018 in Kraft.